Projekt: Meinolf Lüdenbach inszeniert einen Besuch bei einem Friseur in Wort und Bild, Dessau 2004

Projekt: Meinolf Lüdenbach inszeniert einen Besuch bei einem Friseur in Wort und Bild, Dessau 2004

Friseur in Dessau, 2004

Impressionen eines Bistrobesuchs, 2001

Meinolf Lüdenbach sieht sein Werk „Impressionen eines Bistrobesuchs“ mit den Augen eines Kritikers.

Freunde Meinolfs

Gedanken zum Buchstaben D
2005

„Ich danke dem D. Eine wirklich runde Sache. Auch als Körbchengröße. Das D ist ein staatlicher Bursche, gerade am Wortanfang läutet es gewaltig das Kommende ein. Brachial und mächtig. Wuchtig und vollmundig. Das D ist nun wirklich ein super Typ.“

Ein Gedicht passend für alle Jahreszeiten von Meinolf Lüdenbach

 

Oh so schön ist der Sommer, wenn der Hase hüpft

Oh so schön wäre der Herbst,  viele da nicht das Obst

Oh so schön ist der Winter, wäre nicht soviel dahinter

Oh so schön ist der Frühling, denn da zieht der Stichling

 

Die Schönheit dieses Gedichtes offenbart sich nicht jedem sofort. Man sollte es vielleicht öfters lesen. Ich empfehle so ungefähr 4 – 500 Mal. Das sollte dann genügen. Gefällt Ihnen das Sommer-Winter-Frühling-Herbst-Gedicht dann immer noch nicht, ist es für Sie vielleicht nicht geeignet. Ich empfehle Ihnen dann andere Gedichte aus dem Hause Lüdenbach.

Dieses Werk ist so intensiv. So ergreifend. Es lässt mich auch Jahre nach seiner Vollendung nicht los. Zu schön, um wahr zu sein. Zu wahr, um falsch zu sein. Es zeigt den Friseurladen so, wie ich ihn immer noch sehe. Nur wenige Menschen sehen einen Friseurladen so wie ein Meinolf Lüdenbach ihn sieht. Nur wenige verstehen überhaupt was ich meine. Aber wer sich die Mühe macht, dem Eröffnet sich ein Feuerwerk der Farben. Das Blau des Pinsels, das Rot der Handtücher, das Schwarz der Stiefel, das Grün, das Gelb…

Fast verloren im Rauch der Sinne, fotografiere ich den Friseursalon, fast ohnmächtig vom grellen Schein der Beleuchtung, welcher sich im Gesicht der Friseuse spiegelt. Fast weinend vor Glück und Erfüllung habe ich diese Bildwerke geschaffen.

Ich bin immer noch stolz auf dieses Werk. Ich bin stolz, der Künstler zu sein. Ich bin Meinolf Lüdenbach – der Künstler der erkannt hat, worum es hier geht.

Meinolf Lüdenbach über das Projekt:

Im Herbst 2004 war es wieder soweit. Bei der Durchreise durch die Stadt Dessau, fiel mir ein Friseurgeschäft aus. Ich wusste von einer Sekunde auf die andere, dass das der Friseursalon war, nach dem ich schon lange gesucht hatte.

Ich löste ein Parkticket für die maximal erlaubte Zeit und betrat kurz darauf den Friseurladen. Volltreffer. Was für ein Friseur dachte ich und machte mich sofort daran, den Hairstylistinnen meine genauen Wünsche zu beschreiben.

Es wunderte mich nicht sehr, dass sie nicht verstanden was ich wollte. War es doch der einzige wirkliche Grund warum ein Mensche in ein Friseurgeschäft geht. Ich schaltete meine Kamera ein und fotografierte. Wie von Sinnen erschuf ich in nur vier Minuten 12 großartige Bilder, welche ich hier zusammengefasst in einem Projekt präsentieren will.

Meinolf Lüdenbach - Nackt